Fanclub huldigt Minister Corts – Eine bestimmt ganz ernsthaft billigende Stellungnahme

Der Udo-Corts-Fanclub weiß, was ihm sein Wissenschaftsminister wert ist. Auf seiner Internetseite www.corts-fanclub.de huldigt er dem CDU-Politiker, der geradezu göttliche Züge zu haben scheint.
Diesen argumenten konnte sich auch der hessische HU-Landessprecher Franz-Josef Hanke nicht länger entziehen. Er trug eine persönliche Stellungnahme ins Gästebuch des Fanclubs ein:
Lieber Fanclub,

ich freue mich über Eure göttliche Internetseite. Nun muss ich Asche auf mein Haupt streuen, hatte ich doch am 8. Mai die Unverschämtheit besessen, in meiner Funktion als Landessprecher der Humanistischen Union Hessen Euren Gott in Frage zu stellen. Ich hatte den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch aufgefordert, seinen Wissenschaftsminister Udo Corts zu entlassen, da der die hessische Landesverfassung nicht respektiere.
Was für eine bodenlose Dummheit ich da doch begangen hatte!
Ich hatte gar nicht verstanden, dass Corts sein Ressort Wissenschaft dermaßen ernst nimmt, dass er selbst schnöden Verfassungstexten ganz andere Inhalte zu entlocken versteht, als wir dummen Deppen da herauslesen. Gegen ihn sind wir alle nur tumbe Toren.
Dass er sich bei seinem kritischen Verfassungs-Studium der Hilfe des Berliner “Verwaltungsrechtlers“ Christian Graf Pestalozza bedient hat, beweist seine Fähigkeit, über den hessischen Tellerrand hinauszublicken. In Hessen hätte er schließlich niemanden gefunden, der nicht – in Ehrfurcht erstarrt vor dem Verfassungstext – das tiefschürfende Philosophieren über Darlehen als moderne Form des Lehnswesens als Verfassungsbruch missgedeutet hätte!
Verfassungen sind doch dazu da, mit Leben gefüllt zu werden! Und Leben ist Bewegung. Wie jeder Baum weiß, ist Verbiegen eine besonders wichtige Bewegung.
Universitäten hingegen benötigen starrre Ehrfurcht vor dem hohen Gute der Bildung. Allzu viel Leben können sie gar nicht gut vertragen. Wenn da so viele “linke“ und rebellische Existenzen herumlungern, dann werden die teuren Gebäude und die kostbaren Gedanken der Professoren doch nur unnötig verschlissen!
Gebühren können da die Spreu vom Weizen trennen. Wer zahlt, zollt dem teuren Gute der Bildung dann auch den gebührenden Respekt. Der geht während des Semesters bestimmt nicht mehr auf die Straße.
Uns Udo hat Recht: Er hat den Grundgesetz-Artikel 1 verstanden: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Da steht nicht “die Würde der Menschen“ oder “die Würde aller Menschen“, sondern nur “die Würde des Menschen“. Geschützt wird also genau das, was dieser eine Mensch namens Udo würde. Und der würde gerne nur seine Parteifreunde an den Hochschulen begrüßen.
Schließlich heißen sie ja “Hoch“- und nicht etwa “Niederschulen“. Niederträchtige Subjekte, die sich sogar mit revolutionären Methoden wie Widerspruch gegen Gott, Blockaden und Besetzungen ein Studium auf Kosten der Allgemeinheit erschleichen wollen, haben da wirklich nichts zu suchen!
Nach alledem werde ich nun also unseren lieben Landesvater Roland bitten, Udo als seinen Nachfolger aufzubauen, wenn er selbst dereinst in die Fußstapfen unserer geliebten Angela in Berlin tritt. Schade nur, dass das so bald wohl nicht der Fall sein wird!
Ihr aber, die Ihr der wahren Gottheit huldigt, jubelt weiter!
Euer

Franz-Josef Hanke

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