Mehr als 9.000 Unterschriften allein in Marburg – Verfassungsklage gegen Studiengebühren

Die „Initiative Marburger Eltern gegen Studiengebühren“ (IMEGS) hat am Samstag (19. Mai) auf dem Marktplatz gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AstA), dem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Stadt Marburg, attac und dem Elternbund Hessen (EBH) eine Unterschriften-Sammelaktion für die Verfassungsklage gegen Studiengebühren organisiert. Von 10 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags informierten an einem einladenden Informationszelt viele Helfer aus den verschiedenen Gruppen die Marburger Bürger über die Verfassungsklage und sammelten insgesamt 530 Unterschriften.

Durch die Mithilfe des Oberbürgermeisters Egon Vaupel, des Bürgermeisters Dr. Franz Kahle und der Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach konnten die Unterschriften gleich an Ort und Stelle beglaubigt werden. So sparten sich die Unterstützer den sonst notwendigen Gang zum Stadtbüro an der Frauenbergstraße.

„Heute soviele Unterschriften sammeln zu können, bringt uns dem Endspurt näher und zeigt, wieviel BürgerInnen sich für freie Bildung aussprechen“, kommentierte Gabrielle Becker von der IMEGS den Erfolg der Sammel-Aktion auf dem Marktplatz.

„Vor nur wenigen Tagen mussten wir noch 3.500 Unterschriften sammeln“, bemerkte die stellvertretende AstA-Vorsitzende Karin Zennig zum Stand der landesweiten Unterschriften-Kampagne. „die vergangenen Dienstag in einer Mensa-Aktion gesammelten 450 Formulare bringen uns in Marburg auf insgesamt rund 9.000 gesammelte Unterschriften. Das ist wirklich sensationell!“

In Marburg haben demnach weit mehr als 10 Prozent der Bevölkerung die Verfassungsklage gegen eine Einführung von Studiengebühren an hessischen Hochschulen unterzeichnet. Die Unterschriften-Sammlung für die Verfassungsklage vor dem Hessischen Staatsgerichtshof in Wiesbaden dauert noch bis Donnerstag (31. Mai) an.

Marburgs vorerst letzte Sammel-Aktion wird es am Dienstag (22. Mai) von 10 bis 15 Uhr in der Mensa auf den Lahnbergen geben. Alle Marburger Bürgerinnen und Bürger, die bisher noch nicht unterschrieben haben, haben dort durch die Anwesenheit von Beamten des Stadtbüros die Möglichkeit, ihre Formulare direkt beglaubigen zu lassen.

Karin Zennig

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