Droht nun der Banken-Gau? – Die neoliberale Weltwirtschaft in der Krise

Laut knirscht und kracht es im Gebälk der Weltwirtschaft. Ein Gespenst geht um: Der Banken-GAU droht denen, die sich derzeit noch für die einflussreichen Manager des herrschenden Systems halten.

Die drittgrößte US-amerikanische Bank JP Morgan Chase hat die fünftgrößte Investment-Bank Bear Sterns übernommen. Getätigt hat sie diesen Coup allerdings erst, nachdem der Staat und die Federal Reserve (Fed) die finanziellen Risiken des angeschlagenen Bankhauses übernommen hatten!

Die Nerven scheinen sehr blank zu liegen bei den Finanz-Magnaten. Das Menetekel an der Wand zeigt sich ihnen viel deutlicher als den Unwissenden, die die Ausmaße des Problems bisher nur erahnen können.

Doch wie es halt mit dem Menetekel an der Wand schon in guten alten deutschen Balladen war, so verhält es sich damit auch in schlechten amerikanischen Banker-Kreisen: Keiner will es wahrhaben, was er da schon sehr deutlich sehen kann!

Schließlich bedeutete das den Untergang der eigenen Macht. Die aber möchten die meisten Mächtigen festhalten, solange es nur irgend geht.

Gerade dieses Festklammern aber wird die Enwicklung erst recht zu einer Gefahr für die Menschen machen. Denn unter den obwaltenden Umständen drohen verwegene Kurzschluss-Reaktionen und brutale Verteidigungskämpfe.

Von ihrer Weltmacht-Stellung werden sich die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) schon bald verabschieden müssen. Denn seit Jahren leben sie auf Pump. Das gilt für die kleinen Häuslebauer dort ebenso wie für den Staat, der jeden Monat allein zwölf Milliarden Dollar in einen Krieg pumpt, den er nicht gewinnen kann.

Wahrscheinlich sind die derzeitigen Kriege schon Auswüchse der Abwehrkämpfe, mit denen die US-Regierung sich an der einstigen Weltmacht-Position festkrallt. Es geht um Erdöl und die Macht, über andere Länder und ihre „Demokratie“ zu bestimmen.

Den Verfall des Dollars nimmt die Bush-Regierung dafür achselzuckend in Kauf. Doch damit bröckelt ein Finanzsystem, das jahrzehntelang auf die Stärke eben dieser US-Währung aufgebaut war. Die Risse in den Mauern sind schon sichtbar.

In Deutschland heißen diese Risse „Hartz IV“ und „Globalisierung“. Die neoliberalen Propagandisten der gierig aufstrebenen Wirtschaftslobby haben den Bogen überspannt. Schon bald werden ihre „Konzepte“ und Forderungen im Orkus der Geschichte verschwinden.

Franz-Josef Hanke

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