pm 17/08: Die Furcht vor dem Politikwechsel in Hessen – Jutta Roitsch referiert am Dienstag (9. Dezember) um 19.30 Uhr im DGB-Büro

„Die Furcht vor dem Politikwechsel in Hessen“ behandelt ein Vortrag der Frankfurter Journalistin Jutta Roitsch am Dienstag (9. Dezember) im DGB-Büro Marburg. Die frühere Redakteurin der „Frankfurter Rundschau“(FR) analysiert dabei den Umgang der Medien mit Andrea Ypsilanti und der Linken.

Über all dem Medienlärm seit der Hessen-Wahl 2008 ist die Rolle der Medien selbst seltsam unterbelichtet geblieben. Auf Einladung der „Humanistischen Union“ (HU), des „Deutschen Gewerkschaftsbunds“(DGB) und des „Zentrums für Konfliktforschung“(ZfK) der Philipps-Universität wird Roitsch, die die hessische Landes-Pressekonferenz und die Arbeitsbedingungen ihrer Ex-Kollegen recht gut kennt, am Dienstagabend einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Aufgefallen ist den Veranstaltern, dass ein ausgepr�gtes Rudel-Verhalten zu einer – auch au�erhalb der Kommentare – �beraus einseitigen Anti-Ypsilanti-Berichterstattung gef�hrt hat. Die SPD-Landesvorsitzende wurde wieder und wieder der „L�ge“ bezichtigt, weil sie angesichts der Mehrheitsverh�ltnisse im Landtag von ihrer vorherigen Aussage abr�cken wollte, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten.

B�rgerrechtler beobachteten bei der Berichterstattung klassische Elemente des McCarthyismus wie „Kontaktschuld“ und „Konsensschuld“. Die Linke wurde regelrecht verteufelt. Wer auch nur in ihre N�he kam, geriet sofort mit hinein in den Sog dieser undemokratischen Diffamierungsmaschinerie.

Angesichts dieser Kampagne gegen eine Duldung der – von Ypsilanti angestrebten – rot-gr�nen Koalition in Wiesbaden durch die Linke sprachen b�se Zungen schon von „Gehirnw�sche“ und von Manipulation. Wissenschaftler sahen die Merkmale einer Medienkampagne erf�llt.

Dabei ging es eigentlich doch um die Frage, ob Hessen erstmals eine Frau als Ministerpr�sidentin bekommen soll. Au�erdem ging es um die Pl�ne der SPD und ihres gew�nschten Koalitionspartners, in Hessen eine Energiewende und andere neue politische Ideen zu verwirklichen.

Wer hatte Grund, davor solche Angst zu haben? Von der Beantwortung dieser und anderer Fragen versprechen sich die Veranstalter Stoff f�r eine lebhafte Diskussion.

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Gewerkschaftshaus an der Bahnhofstra�e beginnt am Dienstagabend um 19.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Franz-Josef Hanke – 04.12.2008

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