pm 7/15: Menschenrechtsverletzungen durch Psychiatrische Gutachten? – Veranstaltung am 24.10.2015 im DGB-Haus Marburg

Menschenrechtsverletzungen aufgrund unsachgemäßer Psychiatrischer Gutachen sind Thema einer öffentlichen Veranstaltung des HU-Arbeitskreises „Psychiatrie“ am Samstag (24. Oktober) im Käte-Dinnebier-Saal des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Der bundesweite Arbeitskreis der Humanistischen Union (HU) trifft sich bereits zum dritten Mal in Marburg.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen diesmal forensische Gutachten. Obwohl sie eine immense Wirkung für die Begutachteten haben, werden sie häufig auf fragwürdige Weise erstellt und in problematischer Weise gewürdigt.

Die Psychologin Eva Schwenk aus Mainz betrachtet Psychiatrische Gutachten aus Sicht der Psychologie. Viele Gutachten werden ihrer Beobachtung zufolge den fachlichen Ansprüchen nicht gerecht, die die Zunft selbst an derartige Untersuchungen stellt.

Der Gießener Rechtsanwalt Tronje Döhmer befasst sich mit Gutachten in Strafverfahren. Auch in diesem Bereich entspricht die Praxis häufig nicht den Anforderungen an einen menschenrechtswürdigen Umgang mit Betroffenen.

In ihrer jeweiligen Disziplin haben beide Referenten erhebliche Mängel festgestellt, die sie dem Arbeitskreis vorstellen und erläutern wollen. Alle Anwesenden haben dann Gelegenheit zu Fragen, Ergänzungen und zur Erörterung der Problematik.

Langfristiges Ziel der Diskussion ist die Ausarbeitung von Forderungen zur Verbesserung der Praxis. Die Debatte über die beiden Vorträge soll dabei Ausgangspunkt für weitere Überlegungen bei späteren Zusammenkünften werden.

Das 3. Treffen des Arbeitskreises Psychiatrie der Humanistischen Union findet am Samstag (24. Oktober) ab 12.30 Uhr im DGB-Haus Marburg an der Bahnhofstraße statt. Die Sitzung wird voraussichtlich bis gegen 19 Uhr dauern. Die Veranstaltung ist kostenfrei und öffentlich.

Dragan Pavlovic

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