Mitglieder und Freunde des HU-Ortsverbands Marburg veröffentlichen hier Kommentare zu aktuellen politischen Themen oder Hintergrund-Texte zu bürgerrechtlichen Fragestellungen. Namentlich oder mit Kürzel gekennzeichnete Beiträge geben dabei aber ausschließlich die Meinung des jeweiligen Verfassers wider. Sie können sich sogar im Gegensatz zu Positionen der Humanistischen Union (HU) oder des HU-Ortsverbands Marburg befinden.
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Übersicht der Rubrik Debatte
In der Debatte um die misslungene Integrationspolitik Deutschlands der letzten dreißig Jahre wird vergessen, dass nur mit einem funktionierenden Rechtsstaat Deutschland eine Vorbildfunktion übernehmen kann.
Die Verantwortlichkeit der Polizei bei der Loveparade-Katastrophe soll herunter gespielt werden. Dafür ist die große, informelle Koalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) verantwortlich. Ginge es nach den staatlich und politisch Verantwortlichen, so hätten sich die Aufgaben der Polizei auf die möglichst reibungslose An- und Abreise der Besucher sowie die Verhinderung von Straftaten beschränkt. Diese erbärmlichen Versuche, sich von politischer Verantwortung und strafrechtlicher Schuld zu befreien, müssen deutlichen Widerspruch hervorrufen.
Julian Assange, der "Indiana Jones der Meinungsfreiheit", wie das Handelsblatt titelte verdient mit seinem Engagement als Sprecher von Wikileaks Respekt.
Auch am vierten Tag nach dem Desaster bei der Love Parade am Samstag (24. Juli) in Duisburg sind die Medien voll mit Meldungen darüber. Indem aber ein Sündenbock ausgeguckt wird, stehlen sich weitere tatkräftig Beteiligte billig aus der Verantwortung.
Diesem Virus kann keiner entkommen. Er befällt selbst Leute, die überaus aufwendige Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Tödlich ist die Krankheit zwar nicht, doch vernebelt sie bei vielen den Geist und lässt sie infantil werden.
Aufgehoben hat ein US-amerikanisches Bundesgericht das vorläufige Verbot von Tiefsee-Bohrungen. Präsident Barack Obama habe diese Verfügung nicht ausreichend begründet, befanden die Richter. Ist etwa die – immer noch nicht eingedämmte - Verschmutzung des Golfs von Mexiko mit Millionen Tonnen auslaufenden Erdöls kein ausreichender Grund für den Bohr-Stopp?
Kreide gefressen haben einige Granden der FDP. Sie möchten ihrer schwachbrüstigen Partei offenbar ein sozialeres Image verpassen. Das jedenfalls behaupteten einige Medien am Dienstag (15. Juni).
Als "Raubtier-Kapitalismus" bezeichnen viele Kritiker das derzeit vorherrschende Wirtschaftssystem. Diese Bezeichnung ist jedoch falsch: Ein Raubtier frisst nur, solange es Hunger hat.
Der Wahnsinn regiert die Welt. Geiz und Gier gelten als Geil. Wirre Apologeten vernebeln die Menschen mit Hetzparolen. Sinn verzapft andauernd Unsinn. Am Ende soll das Volk daran glauben.
Sparen an den Sozialsystemen möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das hat die CDU-Politikerin am Samstag (5. Juni) im brandenburgischen Meseberg angekündigt. Damit folgt sie dem Vorbild anderer europäischer Staaten wie beispielsweise Griechenland und Großbritannien, wo die Armen ebenfalls für die Banken bluten sollen.