pm 2/11: Mit Mitteln des Rechts gegen Rechts? – Podium zu faschistischer Gewalt

Der Umgang mit Neonazis und faschistisch motivierter Gewalt ist Thema einer Podiumsdiskussion am Mittwoch (26. Januar) im Stadtverordneten-Sitzungssaal. Veranstalter sind die Humanistische Union (HU) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Unter dem Titel „Mit Mitteln des Rechts gegen Rechts?“ diskutieren Kenner der rechtsextremen Szene in Mittelhessen über deren Umtriebe und den angemessenen Umgang damit.

Michael Weiß arbeitet als Bildungsreferent beim Antifaschistischen Presse- und Bildungsinstitut in Berlin. Der Giessener Rechtsanwalt Tronje Döhmer vertritt Opfer neofaschistischer Gewalttaten vor der Justiz. Joachim Schäfer kennt die Szene aus seiner Arbeit als katholischer Pastoralreferent.

Die Moderation hat die Leuchtfeuer-Preisträgerin Ulrike Holler übernommen. Die Diskussion beginnt am Mittwochabend um 19.30 Uhr im Stadtverordneten-Sitzungssaal an der Barfüßerstraße in Marburg.

Den neofaschistischen Umtrieben begegne die Justiz mitunter zu sanftmütig, meint der Marburger HU-Ortsvorsitzende Dragan Pavlovic. Das ermutige manche, sich solchen Gruppierungen anzuschließen oder selbst in der rechten Szene aktiv zu werden.

Verantwortlich für das immer offenere Auftreten rechtsextremer Gruppen seien stetig zunehmende Sympathien aufgrund steigender sozialer Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung. Schuld daran seien auch wiederholte Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme.

Die Veranstaltung soll vor allem den Umgang mit faschistisch motivierter Gewalt thematisieren. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auch auf die zuständigen Behörden in der mittelhessischen Region.

Franz-Josef Hanke

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